Autobahnbau in Ungarn – Pläne bis 2022

Bis 2022 könnte sich die Anzahl der Grenzübergänge, zu denen Autobahnen führen, verdoppeln

In der Vergangenheit beschloss die ungarische Regierung den Bau von insg. 900 km Schnellverkehrstrassen, damit werden bis 2022 insgesamt 2500 Milliarden Forint (8,4 Milliarden EUR) für öffentliche Strassen ausgegeben.

In den vergangenen 20 Jahren wurden bereits sechs Grenzübergänge mit Schnellverkehrstrassen errichtet, diese Zahl könnte sich bis 2022 verdoppeln. 1996 wurde mit der M1 die erste Autobahn mit Grenzübergang (Hegyeshalom) eröffnet. Zusätzlich zu Österreich verfügt Ungarn zur Zeit, über fünf weiteren Grenzübergängen mit Autobahnzugang. Zur Slowakei (M15), Rumänien (M43), Kroatien (M7) und Slowenien (M70).

Schnellstrassen werden auch im Moment bis zu den Grenzen gebaut. Die 30 km Strecke der M4 von Berettyóújfalu bis Nagykereki wird Anfanf 2020 fertig. Mit der Verlängerung der M35 auf ungarischer Seite entsteht die Verbindung zwischen Debrecen und Nagyvárad. Somit kann man dann aus Siebenbürgen auf der Strecke M4-M35-M3 Budapest und damit Westeuropa schneller als je zuvor erreichen.

Ende letzten Jahres wurde in Richtung Kosice die Strecke M30 wischen Tornyosnémeti und der Grenze fertiggestellt, von hier aus wird dieses Jahr die Schnellstrasse Richtung Miskolc gebaut. Durch die Investition wird die Lage der Region Miskolc-Košice (mit über eine Million Einwohnern) wesentlich verbessert. Sollten die M4, M30 sowie die M35 fertig sein, wird der ungarische Teil der Via Carpatia, die die östlichen Regionen Polens, der Slowakei und Ungarns mit den Seehäfen verbindet, vollständig zur Verfügung stehen.

Richtung Österreich werden der Grenze entlang die M8 und M85 fertiggestellt. Richtung Kroatien ist die Sache ein wenig schwieriger, da hier die Strecke M6 zwischen Bóly und der Landesgrenze auch von der EU mitfinanziert wird und hier noch Umweltschutz relevante Erlaubnisse fehlen. Die Summe der geplanten Bauten beträgt hier 60 Milliarden Forint (200 Millionen EUR), die Strecke soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 fertig werden.

Vorbereitungsarbeiten zur Bau der Strecke der M3 zwischen Vásárosnamény und Beregdaróc (Landesgrenze) laufen bereits. Diese Strecke soll Anfang 2021 fertig werden.

Die M2 Schnellstrasse zwischen Budapest und Vác wird bereits gebaut, die Kosten hier betragen netto 39,3 Milliarden Forint (130 Millionen EUR), Fertigstellung ist geplant für Sommer 2019. Im Falle der 50 km langen Strecke Vác-Hont (Landesgrenze) laufen die Vorbereitungen bereits. Hier könnten die Probleme eher finanzieller Natur sein, da das schwierige Gelände hier die Kosten stark erhöht mit mindestens 450 Milliarden Forint (1,5 Milliarden EUR).

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