Geldpolitik: Ungarns Notenbank leitet ersten kleinen Schritt zur Zinswende ein

Der Währungsrat der Notenbank entschied, die erste Zinserhöhung seit mehr als sieben Jahren vorzunehmen. Am Nachmittag des 26. März traten die Währungshüter der Ungarischen Nationalbank (MNB) zusammen. Die Vorzeichen standen gut für eine monetäre Wende, denn im Februar wurde das Inflationsziel der MNB durchschnittlich drei Prozent erreicht. In den jüngsten Wochen intensivierte sich die Erwartungshaltung, dass es mit der ultralockeren monetären Politik bald vorbei sein wird – die Märkte fragten sich, wann die monetäre Wende eintritt.

Der Währungsrat der MNB gab dann bekannt, den Tagessatz um 10 Basispunkte angehoben zu haben. Fortan steht dieser Zinssatz bei -0,05 Prozent, also noch 95 Basispunkte unter dem Leitzins.

In ihrer Pressemitteilung bekräftigte die MNB erwartungsgemäß ihre absolute Priorität, die Preisstabilität zu erreichen und zu bewahren. Inflation wird durch die anhaltend belebte Inlandsnachfrage angeheizt, von Seiten der lahmenden äußeren Konjunkturjedoch abgebremst. Die MNB rechnet für 2019 mit einem verhalteneren Wachstumstempo von 3,8 Prozent. Der Zinssatz für Tageseinlagen wurde um 10 Basispunkte auf -0,05 Prozent angehoben, während der sogenannte Leitzins und der Spitzenrefinanzierungssatz der Notenbank unverändert bei 0,9 Prozent stehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.