Rückkehr zum Dialog 2.0 – Aufruf des ungarischen Botschafters

Diesem Aufruf des ungarischen Botschafters kann sich der Deutsch-Ungarische Unternehmerclub nur anschließen.

 

Rückkehr zum Dialog 2.0

Vor den Parlamentswahlen in Ungarn gab es in den deutschen Medien einen echten Tsunami von Kommentaren und Interviews. Eine kurze Analyse zeigt klar und eindeutig: mehr als 90 % gehen in dieselbe Richtung. Die „Gesprächspartner“ vertraten ausschließlich nur eine und dieselbe Position, nämlich die einseitige Kritik an der Politik der ungarischen Regierung. Es ist das gute Recht dieser Medien, die andere Meinung in wichtigen Fragen zu ignorieren, mit Schlagetot-Rhetorik versuchen diese zu diskreditieren. Als Botschafter meines Landes, aber zugleich auch als ungarischer und überzeugter europäischer Bürger erachte ich es für notwendig, wenigstens auf die wichtigsten Aussagen und Behauptungen zu reagieren, da die extrem arrogante und faktenignorante Offensive mit der klaren demokratischen Entscheidung der ungarischen Wähler nicht aufgehört hat, sondern sogar eine neue Dimension erreicht hat.

Deutschlandfunk hat uns lehren wollen, die Ungarn verstünden nichts von der Demokratie. Während 70 % der ungarischen Wähler von ihrem Grundrecht Gebrauch gemacht haben und das größte Fest der Demokratie würdig begangen haben, schrieb die Welt am Sonntag, „die Ungarn wählen, doch eine Wahl haben sie nicht“. Die Süddeutsche Zeitung sprach ganz einfach über gehirngewaschene Anhängerschaft. Die Berliner Zeitung schrieb schlicht und einfach über Europas Schande. No comment.
Dann kamen die EU-Themen, über das unsolidarische Ungarn, das die EU zerstören will, das nur Dank Fördermitteln irgendwie überleben kann. Hier sehe ich einige fundamentale Probleme mit dem Umgang mit Fakten. Eines besteht darin, dass viele selbsternannte Guteuropäer es nicht ertragen können, wenn man eine eigene Meinung in wichtigen europäischen Fragen hat. Ich kritisiere nicht ihre Überzeugung, ihre Meinung. Aber ich muss entschieden zurückweisen, wenn die andere Meinung entweder einfach totgeschwiegen, oder aber totgeschlagen wird. Ungarn hat den EU-Vertrag immer (ich betone: immer) respektiert, oder Konflikte auf Grund der gemeinsamen Regeln ausgetragen, ging es um Grenzschutz, Haushaltsregeln oder Rechtstaatlichkeit. Wir haben unsere Pflichten ernst genommen und auch von unserem Rechte Gebrauch gemacht.
Nehmen wir die zwei am häufigsten in der Auseinandersetzung mit Ungarn aufgebrachten Beispiele. Zum einen, während heute schon (fast) alle in der EU die Notwendigkeit des Schutzes der EU-Außengrenzen anerkennen, werden die überdurchschnittlichen Anstrengungen Ungarns und der Ungarn schlicht ignoriert, manchmal sogar zynisch und faktenignorant an den Pranger gestellt. Zum anderen wird die Kohäsionspolitik als eine Art Spende, Almosen vorgestellt. Und nun zu den Fakten: Diese Gemeinschaftspolitik wurde in den 80-er Jahren als wichtiger Pfeiler zur Vollendung des Binnenmarktes und der vier Grundfreiheiten ins Leben gerufen, zu jener Zeit, als wir noch hinter dem Eisernen Vorhang verharren mussten. Geben und nehmen. Die EU ist sowohl eine Werte- als auch eine Verantwortungsgemeinschaft.

Was aber wirklich unter die Gürtellinie geht, ist die Bezichtigung des Antisemitismus. Keine andere Regierung in Ungarn hat im Kampf gegen Antisemitismus so viel geleistet, wie die Orbán Regierung seit 2010, wie z.B. gesetzliche Grundlagen, Förderung jüdischer Kultur, Erneuerung und Renovierung von jüdischen Glaubenseinrichtungen und Friedhöfen. Die Ergebnisse sind sichtbar geworden, diese können aber nur dann gesehen werden, wenn man bereit ist, die Augen vor diesen Tatsachen zu öffnen. Am selben Tag, als eine jüdische Frau in Paris brutal ermordet wurde, und in Berlin das Thema Antisemitismus auf Schulhöfen in die Schlagzeilen kam, hat Ministerpräsident Orbán die aus ungarischen Steuergeldern renovierte Synagoge in Szabadka/Subotica gemeinsam mit dem serbischen Präsidenten eingeweiht. Ich konnte darüber in den deutschen Medien nichts lesen. Wie auch darüber nichts zu lesen war, dass der israelische Ministerpräsident, der vor einigen Monaten Budapest besucht hat, in seinem Gratulationsschreiben am Sonntag Viktor Orbán nach Israel eingeladen hat.

Die EU-27 stehen vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Brexit kommt, ein globaler Handelskrieg schwebt in der Luft, Konflikte traditioneller und neuer Art gefährden die Sicherheit und den Wohlstand unserer Bürger. Die einzige Chance ist unser Zusammenhalt. Wie diese Herausforderungen am besten behandelt werden können, darüber müssen wir schnell diskutieren, um die notwendigen gemeinsamen Entscheidungen treffen zu können. Ich betone: gemeinsam. Das gilt auch für Fragen, wo wir unterschiedlicher Meinung sind, oder aber unterschiedliche Visionen haben, insbesondere für den Themenbereich Migration. Die EU ist eine Gemeinschaft von gleichberechtigten Mitgliedsstaaten und Bürgern. Ungarn ist einer von denen. Wir sind verantwortliche und verlässliche Partner. Dieses Europa gehört auch uns. Wir lieben es, wir wollen, dass es stark und zukunftsfähig ist und bleibt.

Alle – ich betone: alle – deutsche Journalistinnen und Journalisten, Bürgerinnen und Bürger sind zu einem Dialog willkommen, wenn sie an einer fakten- und lösungsorientierten Diskussion interessiert sind. Ich hoffe aufrichtig, dass die Beleidigungsorgie der letzten Wochen durch einen europäischen Dialog ersetzt werden kann. Die Botschaft von Ungarn, das Büro des ungarischen Botschafters in Berlin bleibt stets offen. Sie sind herzlichst zu einem Dialog eingeladen, zum Wohle unserer Länder und Europas!

Unser Bekenntnis für Europa und die ungarische Bereitschaft zum Dialog wurde am Wahlabend auch offiziell von Premierminister Viktor Orbán bekräftigt: „Wir sind nicht gegen Europa und die Europäische Union, sondern wir wollen Europa, wir wollen die Europäische Union. Wir wollen eine erfolgreiche und starke Europäische Union. Jedoch müssen wir zuerst alles ehrlich aussprechen, was uns plagt (…). Ungarn will nicht jene Fehler begehen, die mächtigere und reichere Länder begangen haben. Und wir wollen nicht, dass Europa wegen dieser Fehler zugrunde geht. Wir wollen diese beheben. Nach der heutigen Wahl ist Ungarn mit seiner vollen Kraft bereit, an der gemeinsamen europäischen Arbeit teilzunehmen.“
Berlin, den 9. April 2018
Botschafter Dr. Péter Györkös

Autobahnbau in Ungarn – Pläne bis 2022

Bis 2022 könnte sich die Anzahl der Grenzübergänge, zu denen Autobahnen führen, verdoppeln

In der Vergangenheit beschloss die ungarische Regierung den Bau von insg. 900 km Schnellverkehrstrassen, damit werden bis 2022 insgesamt 2500 Milliarden Forint (8,4 Milliarden EUR) für öffentliche Strassen ausgegeben.

In den vergangenen 20 Jahren wurden bereits sechs Grenzübergänge mit Schnellverkehrstrassen errichtet, diese Zahl könnte sich bis 2022 verdoppeln. 1996 wurde mit der M1 die erste Autobahn mit Grenzübergang (Hegyeshalom) eröffnet. Zusätzlich zu Österreich verfügt Ungarn zur Zeit, über fünf weiteren Grenzübergängen mit Autobahnzugang. Zur Slowakei (M15), Rumänien (M43), Kroatien (M7) und Slowenien (M70).

Schnellstrassen werden auch im Moment bis zu den Grenzen gebaut. Die 30 km Strecke der M4 von Berettyóújfalu bis Nagykereki wird Anfanf 2020 fertig. Mit der Verlängerung der M35 auf ungarischer Seite entsteht die Verbindung zwischen Debrecen und Nagyvárad. Somit kann man dann aus Siebenbürgen auf der Strecke M4-M35-M3 Budapest und damit Westeuropa schneller als je zuvor erreichen.

Ende letzten Jahres wurde in Richtung Kosice die Strecke M30 wischen Tornyosnémeti und der Grenze fertiggestellt, von hier aus wird dieses Jahr die Schnellstrasse Richtung Miskolc gebaut. Durch die Investition wird die Lage der Region Miskolc-Košice (mit über eine Million Einwohnern) wesentlich verbessert. Sollten die M4, M30 sowie die M35 fertig sein, wird der ungarische Teil der Via Carpatia, die die östlichen Regionen Polens, der Slowakei und Ungarns mit den Seehäfen verbindet, vollständig zur Verfügung stehen.

Richtung Österreich werden der Grenze entlang die M8 und M85 fertiggestellt. Richtung Kroatien ist die Sache ein wenig schwieriger, da hier die Strecke M6 zwischen Bóly und der Landesgrenze auch von der EU mitfinanziert wird und hier noch Umweltschutz relevante Erlaubnisse fehlen. Die Summe der geplanten Bauten beträgt hier 60 Milliarden Forint (200 Millionen EUR), die Strecke soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 fertig werden.

Vorbereitungsarbeiten zur Bau der Strecke der M3 zwischen Vásárosnamény und Beregdaróc (Landesgrenze) laufen bereits. Diese Strecke soll Anfang 2021 fertig werden.

Die M2 Schnellstrasse zwischen Budapest und Vác wird bereits gebaut, die Kosten hier betragen netto 39,3 Milliarden Forint (130 Millionen EUR), Fertigstellung ist geplant für Sommer 2019. Im Falle der 50 km langen Strecke Vác-Hont (Landesgrenze) laufen die Vorbereitungen bereits. Hier könnten die Probleme eher finanzieller Natur sein, da das schwierige Gelände hier die Kosten stark erhöht mit mindestens 450 Milliarden Forint (1,5 Milliarden EUR).

DUWN – Osteuropa aus der Sicht deutscher Unternehmer

Obwohl in Budapest, Prag und Warschau im Moment Nationalisten regieren, erfreuen sich deutsche Firmen an dem wirtschaftsfreundlichen Kurs dieser sogenannten Europafeinde und schätzen diese Standorte. Die Erfahrungen der meisten Unternehmer sind überaus positiv und stehen konträr zu den Geschichten aus Osteuropa die in jüngster Zeit in Deutschland zu hören sind. Diese klingen meistens einheitlich nach Rechtspopulismus, Nationalismus und Europafeindlichkeit. Sie erzählen von der Abschaffung der Pressefreiheit, Abbau der Rechtstaatlichkeit. Fremdenfeindlichkeit und Grenzzäunen. Die Visegrad-Staaten scheinen drei Jahrzehnte nach der Wende vergessen zu haben wofür die Europäische Union steht.
Schurken im Osten, vorzeige Demokraten im Westen also? Fragt man deutsche Manager und Unternehmer im Osten, ist das so nicht ganz korrekt. Viele lehnen die aus dem Westen kommenden Belehrungen ab, blicken dabei mehr auf Bilanzen als auf Kennziffern der Demokratie. Denn die Geschäfte im Osten laufen bestens. Die Qualität der Arbeit sowie der Produkte stieg in den letzten Jahren stetig, vor allem durch hohe Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur. Bemängelt werden lediglich die Erhöhung von Lohnabgaben sowie der allgemein herrschende Arbeitskräftemangel. Die Stimmung in den meisten Ländern des Ostens ist jedoch gut, es herrscht Optimismus: 95 Prozent der deutschen Unternehmen in Ungarn sind beispielsweise sehr zufrieden. Orbán hat den Haushalt saniert, Wirtschaftlich steht Ungarn mittlerweile wieder gut da, das funktioniert und führt zur Stabilität und Wachstum.
Die negative Presse täuscht also oft. Denn über Erfolge in der Wirtschaft wird selten gesprochen. Während für Unternehmer die vollen Auftragsbücher und die gute Wirtschaftslage wichtig sind, geht es bei Politikern vor allem um die europäischen Werte. Dabei verzeichnet zum Beispiel Tschechien eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Europa und mehr als vier Prozent Wirtschaftswachstum.

Vor allem der deutsche Mittelstand fühlt sich in Osteuropa wohl. Sie müssen sich vor ihren Aktionären nicht für das politische Klima rechtfertigen. Harte Standortfaktoren sind ihnen wichtiger als die politische Ideologie. Jan Mainka, Chefredakteur der deutschsprachigen „Budapester Zeitung“, ist sich sicher: „Wenn deutsche Unternehmer wählen könnten, würden 90 Prozent für Orbán stimmen.“ Uwe Schneider-Kühn, Abteilungsleiter bei Siebtechnik und seit Jahrzehnten im Ungarn-Geschäft sagt: „Außen-politisch mag Orbán schwierig sein. Seine Wirtschaftspolitik aber ist sehr gut.“ Insgesamt ist die Zufriedenheit also so hoch wie noch nie. Orbán ist in ihren Augen nicht der Schurke, der er im Westen gerne dargestellt wird. Vielmehr wird er als Demokrat gesehen, die Belehrungen des Westens werden hingegen als Arroganz verstanden. Das ist auch der Grund warum der ungarische Ministerpräsident neue Verbündete sucht: Die Visegrad-Staaten bilden nun gemeinsam mit Österreich eine Allianz. Das ist die neue Realität, die neue Zeitrechnung.

Den gesamten Artikel finden Sie hier:
http://www.wiwo.de/my/politik/europa/deutsche-firmen-in-osteuropa-geschaefte-machen-beim-europafeind/20903608.html

 

Veranstaltungshinweis – AGROmashEXPO – Agrarmesse | 24-27. Januar 2018 | Budapest

Die AGROmashEXPO, die erfolgreichste Agrarmesse in Ungarn, findet dieses Jahr vom 24. bis 27. Januar in Budapest statt.
Auf der Messe präsentieren mehr als 350 Aussteller ihre Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung und Landwirtschaftsmaschinen. Im vergangenen Jahr hatte die Messe mehr als 45 000 Besucher. Die Veranstaltung des Agrarhandels stellt erneut wieder marktführende Unternehmen sowie KMU-Sonderlösungen vor.

Unter den Ausstellern befinden sich eine große Anzahl von Partnern des ungarischen Nationalen Handelshauses, darunter auch bedeutende Maschinenhersteller, um die besten Technologien der heimischen Landwirtschaft vorzustellen. Die Expo beginnt mit der Präsentation internationaler und inländischer Produktdesigns.

Im Jahr 2018 deckt die Ausstellungen das gesamte HUNGEXPO Budapest Messegelände mit rund 350 Ausstellern ab, Neuheiten werden auf über 30.000 Quadratmetern präsentiert.

Details:
Öffnungszeiten: 24-27. Januar 2018, 09:00 06:00
Ort: HUNGEXPO Budapest Fair Centre
http://agromashexpo.hu/en

Veranstaltungshinweis – Be Smart! – Hungarian Smart City & Mobility Day | 14.12.2017 | 15 Uhr | Aachen

Die IHK Aachen und das Generalkonsulat von Ungarn in Düsseldorf organisiert mit der freundlichen Unterstützung von BVK Wirtschaftsförderung der Stadt Budapest und NRW.Invest die Veranstaltung
„Be Smart! – Hungarian Smart City & Mobility Day“

WO? IHK Aachen, Theaterstraße 6, 52062 Aachen
WANN? 14. Dezember 2017, 15.00 Uhr

Das „Be smart! – Hungarian Smart City & Mobility Day” bietet die Gelegenheit, innovative Startups aus Ungarn kennenzulernen, die die Zukunft von Smart Cities und Mobility mitgestalten. Es ist eine Möglichkeit sich mit Innovationsmanagern anderer Unternehmen zu vernetzen und Lösungen zu entdecken, die das Business von Unternehmen revolutionieren können.

Moderation – Vidar Andersen „[…] one of the most important persons in the German startup scene.“ – Wirtschafts Woche

# Startup – Pitches und Wettbewerb, Jury: Entscheidungsträger renommierter Unternehmen

Zahlreiche innovative Startups aus Ungarn bieten interessante und attraktive Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Die Zusammenarbeit zwischen der traditionellen Wirtschaft und der new economy hat wiederum eine große Bedeutung um die Innovation und somit die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ungarn arbeitet daran, Budapest zur Hauptstadt Mittelosteuropas für Innovation und Firmenneugründungen zu entwickeln. Nicht zufällig hatte die Europäische Kommission Budapest bereits 2007 zum Sitz des Europäischen Instituts für Innovation (EIT) bestimmt.

# Innovations- und Digitalisierungsstrategie Ungarns – Informationen aus erster Hand über attraktive Potentiale und Perspektiven für Unternehmen aus Deutschland

In Ungarns Wirtschaft hat die Auto- und Zulieferindustrie traditionell eine hohe Relevanz, in diesem Bereich zählt Deutschland bereits heute zu Ungarns größten Investoren. Viele deutsche Unternehmen beteiligen sich an ihren ungarischen Standorten maßgeblich an der Erweiterung von Kapazitäten für F&E. Durch eine produktive Symbiose von deutscher Technologie und ausgezeichneter Potentiale der ungarischen Fachkräfte und Hochschulwesen, sowie Forschungsinstitute steht der Sektor nun mit neuen Schwerpunkten im Fokus der ungarischen Wirtschaftsentwicklungsstrategie: Elektromobilität, autonomes Fahren und nicht zuletzt Digitalisierung. Das Programm „Digitaler Wohlstand” hat zum Ziel gesetzt, den Anteil der Branche an der Wirtschaftsleistung des Landes über die bereits recht hohe 13 Prozent zu steigern. Zur Förderung der digitalen Kompetenz in Ungarn wird weiterhin die Startup-Szene stark unterstützt.

# Ort –  Silicon Valley im Herzen Europas

Der Gastgeber und Co-Organisator, IHK Aachen, ist die ungarische Länderschwerpunktkammer in NRW. Aachen ist als einer der in NRW installierten Digital HUBs, wie auch eines der Kompetenzzentren für Elektromobilität auch im Bereich F&E bezüglich Autoindustrie eine führende Region. Richtungsweisende Innovationskraft und der praktische Technologietransfer in die Wirtschaft haben am Wissenschaftsstandort Aachen eine lange Tradition und machen die Städteregion zu einem Silicon Valley im Herzen Europas.

# FollowUp – Ansprechpartner vor Ort

Die zentrale Aufgabe des 2015 in Düsseldorf neueröffneten Generalkonsulats von Ungarn ist die Förderung der Außenwirtschaftsaktivitäten zwischen NRW, Hessen und Ungarn. In diesem Zusammenhang spielt gemäß der Strategie der ungarischen Regierung die Unterstützung von Kooperationen im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation eine zentrale Rolle. Somit ist der Ausbau neuer, gegenseitig befruchtender Partnerschaften zwischen innovativen ungarischen Startups und deutschen Unternehmen ein wichtiges Anliegen, für das das Generalkonsulat vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Ansprechpartner: Levente Kardos, Wirtschaftsattaché, Tel.:  +49 211  302 169 -407, Katalin Szabó, Referentin für Außenwirtschaft, Tel.: +49 211 302 169 -408

Begrenzter Teilnehmerzahl!

Anmeldung und Registrierung per E-Mail: trade.dus@mfa.gov.hu

Das Programm erreichen Sie hier.

KMU trifft angewandte Wissenschaft | Hochschule Gelsenkirchen am 19.10.2017

Am 19.10.2017 trafen sich Unternehmer und Wissenschaftler aus Ungarn und Deutschland in der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen um die Kooperation zwischen Wissenschaft und Kleinen- und Mittelständischen Unternehmer (KMU) zu verstiefen sowie Möglichkeiten zu zeigen, wie auch die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Firmen und Hochschulen aus Deutschland mit der technischen Universität Óbuda möglich sind. Länderübergreifende Zusammenarbeit in der angewandten Wissenschaft kann man sinn voll und erfolgreich gestalten und hierzu wurden vielversprechende Ansatzpunkte vorgestellt.

Die Veranstaltung wurde durch die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen und dem Deutsch-Ungarischen Unternehmerclub aus Paderborn organisiert. Zunächst stellte sich die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen such durch den Dekan des Fachbereichs Maschinenbau Herrn Prof. Fröhling vor.
Frau Dr. Marginean vom Institut für Maschinenbau zeigte die Möglichkeiten der Nachwuchsforschungsgruppe im Bereich der angewandten Wissenschaft gerade im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Mittelständischen Firmen auf und gab einen Einblick in ihre bisherigen Erfahrungen.

Herr Hermesmeier stelle den Deutsch-Ungarischen Unternehmerclub hinsichtlich der Ziele und als Plattform für Unternehmer bei den bisherigen Veranstaltungen vor.

Die Firma Karl Schumacher GmbH stelle durch Ihren Geschäftsführer Herrn Thomas Conrad bisherige Ergebnisse aus den letzten 15 Jahren der gemeinsamen Forschung und Entwicklung vor. Der Schwerpunkt von Herrn Conrad liegt hier in der Unterstützung von Studenten bei ihren Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich des Maschinenbaus mit interessante Fragestellung, die sich in seinem Unternehmen ergeben und die im Alltagsgeschäft nicht geklärt werden können. Weiterhin bewertet er diese Phase als sehr positiv, da sich Unternehmen und späterer Absolvent bzgl. auf eine spätere Zusammenarbeit als Arbeitgeber und als Arbeitnehmer genau kennenlernen.
Herrn Schneider-Kühn von der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland und als Vertreter der Firma Siebtechnik GmbH aus Duisburg stellte anhand von Beispielen aus seiner beruflichen Laufbahn dar, welche positiven Entwicklungen es in seinem privaten und beruflichen Leben und Umfeld er durch die Vernetzung gegeben hat. Neben vielen interessanten Aspekten über Werkzeuge und Methoden zum Netzwerken in diesem lebendigen Vortrag bleibt als Fazit besonders hängen, dass man im Sinne der Vernetzung „man niemals alleine essen gehen soll“.

Herr Dr. István Barányi von der Universität Óbuda in Budapest stellte die technischen Möglichkeiten seiner Institution vor. Insbesondere wird in seiner Institution an Sicherheitslösungen im Bereich des Maschinenbaus gearbeitet. Die Universität Óbuda arbeitet schon seit längerer Zeit mit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen der angewandten Wissenschaft zusammen.

Der ungarische Generalkonsul aus Düsseldorf, Herr Balazs Szegner, stellte in seinem Vortrag die Strategie der ungarischen Wirtschaftspolitik ab 2017 vor. Nach dem nun in weiten Teilen Ungarns, insbesondere in Westungarn und Budapest, nahezu Vollbeschäftigung herrscht, verfolgt die ungarische Regierung das Ziel, dass Arbeitgeber und Arbeitgeber die verfügbaren Einkommen der Beschäftigten spürbar erhöhen können, damit der reale Lebensstandard wachsen kann. Hierbei soll die Erhöhung der Produktivität der Arbeitnehmer die Grundlage der Erhöhung der Einkommen darstellen, damit die ungarische Wirtschaft weiterhin konkurrenzfähig bleibt. Als Mittel der Effizienzsteigerung werden Investitionen in IT und Grüne Wirtschaft und die Förderung von Start-Up-Unternehmen unter der Einbeziehung von Hochschule gewählt. Beispielhaft wurden hier die Veranstaltungen Hungarian Tech Day (30. März 2017 am Vodafone Campus, Düsseldorf) und der HR Revolution – The Hungarian Way (27.04.2017 im Generalkonsulat, Düsseldorf), die auch schon von Generalkonsulat organisiert wurden, genannt.

Abschließend gab es noch eine Podiumsdiskussion bei der Fragen aus dem Publikum fasettenreich beantwortet wurden.

Die Veranstaltung lebte von der vitalen Moderationskultur von Herrn Dr. Frank Meetz.
In den Pausen konnten die Wirtschaftsförderung NRW und die NRW-Bank vertreten durch Frau Dr. Ludwig ihre Möglichkeiten präsentieren, wie sie mit finanziellen Programmen (Zuschüsse und Darlehn) die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen können.

Das abschließende Get-Together und die Pausen zwischen den Verträgen wurden intensiv für Gespräche genutzt und die meisten der fast 80 Teilnehmer kamen untereinander ins Gespräch.

Veranstaltungshinweis – Vertriebspartnertag Österreich-Ungarn-Litauen | 16.11.2017 | 13-16 Uhr | Offenbach am Main

Der „Vertriebspartnertag Österreich-Ungarn-Litauen“ bietet eine gute Plattform, sich innerhalb kurzer Zeit über neue interessante Geschäftsmöglichkeiten, Produkte und Partner aus allen drei Ländern zu informieren. Herzstück der Veranstaltung ist eine Katalogausstellung, über die sich die ausländischen Unternehmen aus den verschiedensten Branchen mit ihren Produkten vorstellen.

Der Vertriebspartnertag Österreich-Ungarn-Litauen ist eine gemeinsame Veranstaltung der IHK Offenbach am Main, des Enterprise Europe Network, der Österreichischen Handelsdelegation, der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer, der Deutsch-Baltischen Handelskammer und dem CDH Mitte Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz e.V.
Weitere Infos zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Veranstaltungort:
IHK Offenbach am Main
Frankfurter Str. 90
63067 Offenbach am Main