DUWN – Lohnwunder in Ungarn – Teil III. Folgen für Unternehmen

Was für Arbeitnehmer willkommen ist, bereitet den Unternehmen große Probleme. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen stehen unter Druck, da sie nicht wissen wie sie mit der 10% Lohnkostenerhöhung zurecht kommen sollen. Die Regierung hat zwar die Sozialabgaben mit 7,5 Prozentpunkte gesenkt, diese Entlastungen kompensieren aber nur einen Drittel der Lohnsteigerungen. Vor allem in der Niedriglohn-Branche ist dadurch der Abbau von Arbeitsplätzen zu erwarten. Exportorientierte Unternehmen werden hingegen ihre Gewinnmargen senken müssen, da sie die Preise im internationalen Geschäft nicht erhöhen können. Kleinunternehmen könnten durch diesen Lohndruck in der Praxis einen Teil der Löhne einfach schwarz auszahlen.

DUWN – Lohnwunder in Ungarn – Teil II. Arbeitskräfteknappheit

Seit einiger Zeit herrscht in Ungarn ein Mangel an Arbeitskräften. Unternehmen müssen somit höhere Löhne bieten um an geeignetes Personal zu kommen. Bereits im Jahr 2016 stiegen dadurch die Durchschnittslöhne real um 6% und das ohne Einwirkung seitens der Politik. Der Arbeitskräftemangel ist also durchaus real. Unternehmen nennen diesen bereits als eines der wichtigsten Faktore warum sie ihre Geschäftstätigkeit nicht ausweiten können (neben hohe Lohnnebenkosten). Das Thema Fachkräftemangel ist in nahezu allen Ländern des Ostens allgegenwertig. Besonders in den Visegrad-Ländern hat sich die Arbeitslosigkeit in der jüngeren Vergangenheit erheblich verringert (Polen 4,8%, Tschechien 3,2%, Ungarn 4,3%).

DUWN – Lohnwunder in Ungarn – Teil I. Lohnerhöhungen

Die Arbeitskräfteknappheit sowie politische Vorgaben führten in Ungarn in der jüngster Zeit zu starken Lohnerhöhungen. Durchschnittlich 12,8% mehr verdienten die Ungarn in März 2017 verglichen zum Vorjahr. Dies bedeutet eine reale Erhöhung von rund 10% bei der derzeitigen Inflation von 2%. Ein gutes Zeichen in Ungarn, liegt doch der Durchschnittslohn immer noch bei niedrigen 310.000 Forint (ca. 1050 Euro). Eine große Rolle hierbei spielten vor allem die Erhöhungen des Mindestlohns um 15% sowie des garantierten Mindestlohns um 25%, sowie die Lohnanpassungen im öffentlichen und staatlichem Sektor. Das Lohnwachstum ist somit in Ungarn noch signifikanter als in den anderen Visegrad-Staaten (Slowakei, Tschechien und Polen), die ebenfalls gute Wirschaftsergebnisse erzielten.

Ungarn stärkt Bruttoinlandsprodukt im I. Quartal 2017

Das Zentralamt für Statistik (KSH) hatte am 16. Mai Ungarns  Wirtschaftswachstum im ersten Quartal mitgeteilt. Mit 4,1 Prozent ist es deutlich höher als alle Prognosen vorausgesagt hatten, der höchste Wert seit beinahe drei Jahren und damit sogar doppelt so viel, wie die EU-28 im Schnitt erreichten. Seit der Wirtschaftskrise in 2008 hat Ungarn nur ein einziges Mal, im Jahr 2014, im Jahresdurchschnitt die Vierprozentmarke erreichen können.

Damit ist Ungarn als eines der Wachstumsmotoren Europas auch für die westliche Wirtschaft attraktiv.
Bereits zum Jahresanfang 2017 belegte sie unter Berücksichtigung von 21 Mitgliedstaaten, laut Daten des Eurostat, bereits den 5. Platz.

Ungarische Weine feiern großen Erfolg bei der Concours Mondial de Bruxelles 2017

Die Ergebnisse der diesjährigen Concours Mondial de Bruxelles wurden veröffentlicht und es ist ein großer Erfolg: Ungarn hat 2 Mal Gold und 7 Mal Silber gewonnen.
Die Gold Gewinner sind:

  • 777 Pinot Noir, Kovács Nimród Weinkellerei, Eger, 2013
  • Bock Cuvée, Bock Weinkellerei, Villány, 2013

Nimród Kovács erhielt ebenfalls Silber für NJK 2009, die Bock Weinkellerei weitere 3 Silber Medaillen mit Bock Capella 2009, Bok Cuvée 1999 und Bock Villányi Franc Fekete-hegy Selection 2013.

Die Concours Mondial de Bruxelles ist einer der renommiertesten, internationalen Weinwettbewerbe. Mit 320 Jury Mitgliedern aus 50 Ländern sowie 9080 Weinen gilt sie als Benchmark und genießt in der Weinindustrie einen besonders hohen Stellenwert.